Home
Attention, open in a new window. PDFPrintE-mail
Author Administrator
Last Updated (Wednesday, 30 November -1 01:00)
Monday, 11 January 2010 10:32

Im Steuerrecht wird das Betriebsvermögen als Saldo zwischen positiven und negativen Wirtschaftsgütern in der Bilanz interpretiert. Das ist gleichbedeutend mit dem Eigenkapital als Bilanzsaldo. In der Finanzbuchhaltung wird die Gesamtheit der positiven Wirtschaftsgüter auf der Aktivseite der Bilanz als Betriebsvermögen bezeichnet.

Zum Betriebsvermögen zählen nur die Wirtschaftsgüter, die im Eigentum des Betriebes sind. Gepachtete Grundstücke, gemietete Gebäude oder geleaste Milchlieferrechte gehören somit nicht zum Betriebsvermögen des Pächters.

Beim Betriebsvermögen ist zwischen notwendigem und gewillkürtem Betriebsvermögen zu unterscheiden. Notwendiges Betriebsvermögen sind Wirtschaftsgüter, die dem Betrieb direkt dienen und für den Betrieb unentbehrlich oder zumindest wesentlich sind. Gewillkürtes Betriebsvermögen ist nicht notwendiges Betriebsvermögen, steht aber mit dem Betrieb in einem gewissen Zusammenhang und kann ihm förderlich sein. Gewillkürtes Betriebsvermögen können nur Betriebe bilden, die ihren Gewinn durch den Vermögensvergleich mit der Buchführung ermitteln.

Bei betrieblich und privat genutzten Wirtschaftsgütern erfolgt die Zuordnung zum betrieblichen oder privaten Bereich nach dem jeweiligen Nutzungsanteil:

  • Wirtschaftsgüter, die zu mehr als 50 % betrieblich genutzt werden, sind notwendiges Betriebsvermögen.
  • Wirtschaftsgüter, die zu mehr als 90 % privat genutzt werden, sind notwendiges Privatvermögen.
  • Wirtschaftsgüter, die zwischen 10 und 50 % betrieblich genutzt werden, können als gewillkürtes Betriebsvermögen im Inventar bzw. in der Bilanz ausgewiesen werden.
© 2007 By Nguyen Mau Tri - powered by Joomla !1.5
Template by Nguyen Mau Tri